Am Europatag nach Brüssel

Als Kooperationsveranstaltung mit EUROPE DIRECT AACHEN führte die Jahrgangsstufe 11 am 9.Mai 2014 eine Fahrt nach Brüssel durch.

D
a das Europaparlament an diesem Tag geschlossen war, begann
der Europatag im Parlamentarium, der hervorragenden Möglichkeit, den Weg zum gemeinsamen Europa auf multimediale Weise nachzuvollziehen.

Vom anfänglichen Verhältnis der europäischen Nachbarstaaten di-
rekt nach dem 2. Weltkrieg über die ersten Bemühungen Deutsch-
lands und Frankreichs, die ehemals verfeindeten Staaten zusam-
menzubringen. Die Schüler/innen erfuhren, dass am Anfang des heutigen Europas die Montanunion stand,dem wirtschaftlichen Zusammenschluss von Frankreich, Italien,den Beneluxländern und Deutschland.

Die Rede des französischen Außenministers Robert Schumann vom 9.Mai 1950, in der er die Schaffung einer europäischen Gemein-
schaft für Kohle und Stahl vorschlug und die der erste Schritt zur europäischen Zusammenarbeit war, konnten die Schüler/innen dort nachlesen.

Angesichts der bevorstehenden Wahlen in Europa fiel ein Datum besonders auf: Die ersten Wahlen zum europäischen Parlament, die vom 7. Bis zum 10. Juni 1979 stattfanden. Simone Veil wird zur ersten Präsidentin gewählt, die französische Juristin und liberale Politikern, die Auschwitz-Birkenau überlebte.

Eine weitere wichtige Etappe zur europäischen Einheit war das Schengener Abkommen von 1995, das damals die Passkontrollen zwischen Belgien, Frankreich, Luxemburg, den Niederlanden und Deutschland endgültig fallen ließ. Heute umfasst der Schengener Raum 25 Staaten mit 400 Millionen Menschen.

Auch die schwere Krise, die die europäische Einheitswährung zur
Zeit erlebt, wurde unter dem Thema "Die EU im 21.Jhdt. ver-
ständlich dargestellt.
In einem weiteren Raum konnten die Schüler und Schülerinnen eine Reise durch Europa nacherleben und sehen, was Europa erreicht hat und welche Rolle es in der Welt spielt.

In der Ausstellung „ Einfluss Europas auf den Alltag“ erfuhren die Schüler/innen, wie Z.B. auf Malta Flüchtlinge Hilfe zur Selbststän-
digkeit erfahren.
Am Ende der Ausstellung durften Wünsche für die Zukunft Europas geäußert werden, was die Schüler/innen zahlreich taten.

Nach dem Besuch des Parlamentariums fanden Führungen durch das Europaviertel Leopold in französischer, englischer und deutscher Sprache statt. Hier erfuhren die Schüler/innen Wissenswertes über die Geschichte Brüssels, das früher ein bedeutendstes Stahlzentrum war und heute eine bedeutende Industrie- und Handelsstadt ist und zu den grünsten Städte Europas zählt.

Beim Gang durch das Europaviertel wurden die verschiedenen Ge-
bäude der europäischen Institutionen gezeigt und deren Arbeit und Aufgaben erklärt. Wichtige Gebäude sind das Berlaymont Gebäude, in dem die Europäische Kommission ihren Hauptsitz hat, das
Justus-Lipsius-Gebäude, dem Sitz des Rates der Europäischen
Union und das Europäische Parlament,ferner wurden der Ausschuss der verschiedenen Regionen, die Banken, die Lobbys und die Banken erklärt.

Anschließend hatte die Gruppe Gelegenheit, das Stadtzentrum Brüssels, zu erkunden. Am Grand Place mit seinem gotischen Rathaus und den Ständehäusern konnten sich die Schüler/innen an belgischen Spezialitäten wie Fritten oder Schokolade und Pralinés stärken.

Den Abschluss der Fahrt bildete ein kurzer Aufenthalt am Atomium, dem Wahrzeichen Brüssels, das nach seiner Renovierung in neuem Glanz erstrahlt.