5o Jahre Elysée Vertrag - deutsch französische Jugend
heute und gestern in Verantwortung

Der Französischkurs der Jahrgangsstufe 11 der Europaschule Langerwehe nahm am 12. November 2013 zusammen mit seiner Lehrerin Annelinde Oswald am ganztägigen Jugendpolitiktag im Krönungssaal des Aachener Rathauses teil.

„Les ponts de l´ amitié“ – Brücken dt –frz Freundschaft, so lautete das Motto des Jugendpolitiktages, den die Konrad-Adenauer-
Stiftung anlässlich des bevorstehenden 50. Jahrestages des Elysée–
Vertrages in Aachen veranstaltete.

Gäste waren Dr. Jürgen Rüttgers, Ministerpräsident a.D., der auch die Schirmherrschaft der Veranstaltung übernommen hatte, der Botschafter der französischen Republik in Deutschland, S.E.
Maurice Gourdault-Montagne, der Historiker und Journalist Ingo Espenschied ebenso wie die Aachener Bürgermeisterin Frau Dr. Schmeer. Die Moderation des Tages übernahm der Juniorbotschaf-
ter des DFJW, Nils Thieben.

Begonnen hat der Tag mit einem ökumenischen Wortgottesdienst
im Aachener Dom mit Weihbischof Dr. Gerd Dicke. Passend zum Thema des Tages erläuterte Weihbischof Dr. Dicke die Rolle des Aachener Doms im europäischen Kontext. Schon vor 1200 Jahren bevor es Deutschland und Frankreich gab – baute Karl der Große Brücken in Europa, indem er die Länder seines Reiches zusammen-
brachte. Und nach dem 2.Weltkrieg hat der damalige Bischof von Aachen zusammen mit dem Bischof von Lourdes Wahlfahrten nach Lourdes organisiert. Diese Wallfahrten waren der Beginn der Brücke zwischen Deutschland und Frankreich.

Nach dem Wortgottesdienst wurde der Jugendpolitiktag im Krönungssaal des Aachener Rathauses fortgeführt, wo die geladen-
en Gäste in ihren Ansprachen auf die Rolle Aachens in Europa
(Karlspreis ) hinwiesen und an die Säulen des Elysée Vertrages erinnerten, die lauten „ Versöhnen – Solidarität – Europa“. Das Zusammenwachsen der europäischen Staates ist vor allem Frank-
reich und Deutschland als den „Motoren“ der europäischen Union
zu verdanken. Nicht verschwiegen wurden aber auch die aktuellen Differenzen zwischen beiden Staaten.

Die Bedeutung der Zusammenarbeit beider Staaten zeigt sich u.a. auch darin, dass es 2200 Städtepartnerschaften gibt, dass das
DFJW bis jetzt 8 Millionen Jugendliche zusammenführte, dass es einen regen Austausch von Studenten, Auszubildenden und Handwerkern gibt.

Ingo Espenschied ließ in einer multimedialen Zeitreise die 50jährige Geschichte des Vertrages Revue passieren und erzählte so manche Anekdote aus der Zusammenarbeit von Konrad Adenauer und
Charles de Gaulle.

Zuletzt war die Kreativität der teilenehmenden Schüler/innen gefragt, die Plakate gestalten sollten zum Thema „ Wie sieht mein Europa 2063 aus?“In den anschließenden Präsentationen der Erge-
bnisse wurde deutlich, dass sich Jugendliche die „Vereinten Staaten von Europa“ wünschen, an denen sie alle mitbauen wollen. So gingen die Jugendlichen nach Hause bestärkt in dem Wissen, dass Europa ihre Zukunft ist und die Verantwortung für seine Gestaltung in ihren Händen liegt.

Der Französisch-Kurs im Aachener Domhof
Fototermin mit dem Botschafter der fanzösischen Republik
S. E. Maurice Gourdault-Montagne
Der Journalist und Historiker Ingo Espenscheid (2 v.l.)