Hyvääpäivää! Tervetuloa!
Herzlich Willkommen in einem finnischen Wintermärchen

Die komplette Austauschgruppe
Am 11.Januar 2016 haben sich 7 Schülerinnen und 4 Schüler unserer Schule begleitet von 2 Lehrerinnen zum Schüleraustausch auf den
Weg nach Helsinki gemacht, das sich gemeinsam mit der ebenfalls besuchten alten Stadt Porvoo als verschneites Wintermärchen prä-
sentierte. In dieser Woche haben sie einen Einblick in das finnische Schulsystem und das Leben in finnischen Familien bekommen.

Der erste Eindruck war zunächst vom kalten Winterwetter in Finnland geprägt. So zeigte sich Helsinki die ganze Zeit unter einer ge-
schlossenen Schneedecke und mit Temperaturen zwischen -7 und -21°C. Die Kälte tat dem Gesamterlebnis jedoch keinen Abbruch, denn die Schülerinnen und Schüler wurden in ihren Gastfamilien herzlich aufgenommen und haben Vieles erlebt, von dem sie sicher noch lange erzählen werden:

Felix: „Als wir in Helsinki landeten empfing uns eisige Kälte. Vom Flughafen aus ging es mit dem Taxi zum Tölöö Gymnasium, wo wir von unseren Austauschpartnern in Empfang genommen wurden. Ich wurde mit offenen Armen empfangen. Meine Gastfamilie war super nett. Die Ausflüge waren klasse und das Beste war der Schnee!“

Ester: „Wir mussten sehr, sehr früh montags aufstehen um zum Flughafen zu kommen. Dann landeten wir in Berlin zwischen und flogen weiter in die Kälte nach Helsinki. Ich wurde dort sofort von meiner Austauschschülerin May in Empfang genommen und wir fuhren nach Hause, wo ich ihre Familie kennen lernte. In den darauf folgenden Tagen haben wir an vielen verschiedenen Unterrichtsstunden teilgenommen. Die Schule ist zwar technisch besser ausgestattet, jedoch sind die gleichaltrigen Schülerinnen und Schüler noch nicht auf dem gleichen Lernstand wie wir.“

Philip: „Die Erfahrungen, die ich in Finnland gesammelt habe, waren einzigartig. Die Kälte zusammen mit dem Schnee war anstrengend aber trotzdem schön, da wir so etwas selten in Deutschland haben. Das war auch ein Hauptgrund warum ich an diesem Austausch teilge-
nommen habe. An der Schule haben wir einen Einblick in einen typisch finnischen Schultag bekommen. Er ist teils gleich mit dem deut-
schen, aber dennoch in mancherHinsicht anders. Finnische Klassen sind wesentlich kleiner.Das steigert das Lernpotenzial der ganzen Klasse, da man sich untereinander weniger ablenken kann.
Mit unseren Gastfamilien haben wir viele unterschiedliche Sachen gemacht.
Wir sind zum Beispiel in eine besondere Sauna in Helsinki gegangen, welche die einzige war, die noch mit Holz befeuert wird. Sonntags
sind wir noch mit mehreren Freunden Ski fahren gegangen, was eine tolle Erfahrung war!“

Lara: „Ein besonderes Highlight dieser Woche war für mich das erste Mal Ski fahren zu gehen. Zum Glück hatte ich eine sehr rücksichts-
volle Gastgeberin, die mir schnells
tmöglich das Skifahren beibrachte, damit ich mit dem Rest der Gruppe mithalten und eine Menge Spaß haben konnte. Im Ganzen war es eine sehr schöne Woche für mich, da ich nun neue Freundschaften in Finnland geschlossen habe, auf die man aufbauen kann. Deswegen freue ich mich umso mehr auf den Gegenbesuch.“

Alexandra: „In Finnland hat mich die Offenheit und die Gastfreundlichkeit überrascht. In der Schule sind mir die gute technische Aus-
stattung und die Freundlichkeit der Lehrer positiv aufgefallen. Außerdem haben wir viele Ausflüge unternommen.“

Fabienne: „Am Mittwoch haben wir uns in der ersten Stunde zunächst wieder den Unterricht angeschaut und danach sind wir alle zusam-
men ins Nationalmuseum gegangen.Nachmittags haben wir uns dann den Deutschunterricht angeschaut, in dem wir auch eine kleine Präsentation über Langerwehe vorgetragen haben. Später bin ich mit meiner Austauschpartnerin zum Geigenunterricht gefahren. Und als wir zurückkamen, gab es zum Abendessen Rentierfleisch. Am Sonntag bin ichdann zusammen mit meiner Austauschfamilie auf dem Eis spazieren gegangen.“

Lena: „Als wir am ersten Tag in Finnland ankamen, hat mich erstmal der Schnee und die Temperatur überrascht. Am nächsten Tag sind
wir morgens mit zur Schule gegangen und hatten dann erst eine Stunde Kunst. Um 9 Uhr hat unsdie Schulleiterin FrauSjöholm begrüßt. Danach hatten wir wieder eine Stunde Mathe und um 11Uhr konnten wir in der Mensa Mittagessen. Um 18 Uhr fand dann der große Win-
terball statt, von dem wir erst um 22 Uhr zurückgekommen sind.Am Mittwoch habe ich morgens Rentierfleisch gegessen, was richtig
lecker war. Am Samstag sind wir zum Heureka(ein Wissenschaftsmitmachmuseum) gefahren und danach schnell etwas essen bevor wir
dann ins Theater gegangen sind, um uns ein modernes Ballett anzuschauen. Die Erfahrungen, die ich aus Finnland mitnehme, sind: Ers-
tens die wirklich freundlichen Menschen und zweitens die wunderschöne Umgebung und drittens die tolle Erfahrung das alles erlebt zu haben.“
Lisa: „Ich musste morgens gegen 5 Uhr aufstehen, um zur Schule zu kommen. Da meine Austauschpartnerin sehr weit weg wohnte, mussten wir einen so langen Schulweg auf uns nehmen. Die erste Schulstunde begann mit Kunst und gegen 9.00 Uhr folgte dann eine Begrüßung durch die Schulleiterin. Nach dem Mittagessen gegen 10:30 Uhr machten wir eine Stadtführung zu Fuß. Diese war bei der Kälte und dem ganzen Schnee ziemlich anstrengend, aber man konnte viele schöne Dinge entdecken. Am nächsten Morgen gab es zum Frühstück ein typisches finnisches Brot, das aussah wie ein riesiger Donut. Am darauffolgenden Tag machten wir einen Ausflug nach Porvoo. Es ist eine etwas weiter weg gelegene Stadt mit vielen alten Bauten und einer großen alten Kirche. Gegen Mittag aßen wir dann in einem klei-
nen Restaurant mitten in der Altstadt.
Am Freitag ging es zu der Festungs-Insel Soumenlinna. Dorthin kommt man mit einer Fähre über
das völlig zugefrorene Meer. Diese Besichtigung verkürzte sich jedoch, da das Wetter auf der Insel eisig kalt war. Daher wärmten wir uns in einem Café auf bevor wir uns auf den Rückweg machten.
Am Sonntag habe ich mit der Familie noch einen Tee getrunken, den sie so
oft wie möglich zu jeder Tageszeit trinken und am Montagmorgen habe ich beim Frühstück zum ersten Mal eine Rentierwurst probiert,
die richtig lecker war, sodass ich sie mir auf jeden Fall nochmal kaufen werde.
In der Schule saßen wir alle dann am letzten Tag nochmal zusammen an einem Tisch und aßen Mittag. Danach verabschiedeten wir uns von unseren Austauschschülern und fuhren zum Flughafen.“

Dominik: „Am Anfang war ich sehr aufgeregt, da ich nicht wusste was mich in Finnland erwartet. Aber als wir dann gelandet sind und unsere Gastfamilien kennengelernt haben, war ich durchaus sehr zufrieden. Was mir sofort auffiel war, dass die Finnen eine ganz andere Bauart der Häuser haben und auch nicht viel reden, aber wenn man sie dann besser kennengelernt hat, war es schlichtweg einfach sich
mit ihnen zu verständigen. Viele sprechen wirklich sehr gut Englisch. Die Erfahrungen, die ich in Finnland sammeln durfte waren wirklich einzigartig. Ich war sehr positivüberrascht. Besonders hervorheben muss ich den Ausflug in die Stadt Helsinki. Es ist eine atemberau-
bende Stadt mit sehr vielen Sehenswürdigkeiten und Attraktionen. Helsinki ist aufjeden Fall eine Reise wert. Ein weiteres Highlight war der Saunabesuch. Es war sehr entspannend und man konnte den ganzen Stress (der wirklich positiv gemeint ist) sacken lassen und einfach nur entspannen. Im Großen und Ganzen kann ich behaupten, dass sich ein Schüleraustausch dieser Art wirklich lohnt. Man kann neue Erfahrungen sammeln und es steigert das Selbstwertgefühl. Finnland hat eine sehr schöne Kultur und gerade im Winter ist es sehr schön dort. Ich bin mit dieser Woche sehr zufrieden.“

Inga: „Ich hatte zwei Austauschschülerinnen, da die Nachfrage nach dem Schüleraustausch in Finnland größer war als bei uns. Also wohn-
te ich jeweils die eine Hälfte der Zeit vor Ort bei der einen und die andere Hälfte bei der anderen Austausch-schülerin. Beide wohnten in Häusern auf dem Land. Besonders gefallen an dem Ausflug haben mir der Schnee und die Freundlichkeit meiner Gastfamilien.Bei den Familien bekamen wir sehr typische finnische Mahlzeiten, wie Rentierfleisch. Ich konnte feststellen, dass die Menschen in Finnland gesünder leben. Fast jeden Abend gab es Salat und dazu etwas Warmes, was aber auch gesund war.
Ansonsten waren wir oft shoppen
und haben viel über die Kultur Finnlands kennengelernt.
Insgesamt fand ich den Austausch richtig gut.“

Die Äußerungen der Schülerinnen und Schüler zeigen, dass der Austausch auch in diesem Jahr wieder ein voller Erfolg war. Das spiegelt
auch der von Jost vor Ort gedrehte Beitrag für GEL Aktuell wieder, der auf der Homepage der Schule eingesehen werden kann.