Ganz Gallien?

Am Strand von Grau du Roi

Wir befinden uns im Jahre 2016 nach Christus. Ganz Gallien steht unter Wasser..... Ganz Gallien? Nein? Ein von unbeugsamen Schülern besuchter Landstrich hört nicht auf, dem Regengott Widerstand zu leisten.

Aber fangen wir von vorne an. Selten zuvor hat es diesseits
und jenseits des Rheins so heftige und ausdauernde Regenfälle gegeben wie in diesem Jahr. Die Seine überflutet Paris, Rock am Ring wird abgebrochen und Bayern versinkt im Matsch.

Vor diesem Hintergrund beginnen 46 Schülerinnen und Schüler
der Europaschule Langerwehe, begleitet von ihren Lehrern Su-
sanne Nehls und Klaus Dauven, ihre 15stündige Busfahrt durch die verregnete Nacht, immer in der Hoffnung, dass sich die Wetter-
vorhersage für ihr Reiseziel, die Partnerschule in Saint Clément de Rivière in der Nähe von Montpellier, bewahrheiten würde. Denn nur dort sollte, im Gegensatz zum Rest Europas, die Sonne scheinen.

Und tatsächlich. Im Laufe des fünftägigen Aufenthaltes wurde
das Wetter immer besser und die Temperaturen erreichten am Ende schweißtreibende 30 Grad, so dass alle Aktivitäten wie geplant durchgeführt werden konnten: In Montpellier gab es eine Rallye auf den Spuren des weltbekannten Street Art Künstlers Space Invader, der hier besonders aktiv war. Am nächsten Tag ging es nach Saint Christol in die Camargue, wo die Schüler das Informationszentrum über den Weinanbau in der Region besuchten.

Highlights für die Schüler waren sicherlich der Besuch des Klet-
terwaldes, ebenfalls in Saint Christol, und der Strandtag in Grau du Roi mit dem nahegelegenen Aquarium, das besonders be-
kannt ist für seine vielen Haie. Die kleinsten Exemplare konnten sogar von den Schülern gestreichelt werden.

Alles in allem eine Woche mit vielen Ereignissen, von denen die Französischschüler der Europaschule am Abend in den Gastfa-
milien immer viel zu erzählen hatten.

Als es dann dazu kam, dass die unbeugsamen Schüler den son-
nenbeschienenen Landstrich im Süden Galliens wieder verlassen mussten, brachen die Dämme und es floss wieder in Strömen – diesmal jedoch nur die Tränen, sowohl die der Gastgeber als
auch der Gäste zum Abschied. Mit der Aussicht auf ein Wieder-
sehen im nächsten Jahr wurden diese jedoch schnell wieder getrocknet.