Besuch aus Südfrankreich


Am Elisenbrunnen in Aachen
„Wann kommen sie endlich?“ - Diese Frage stellten sich 55 ungeduldige, junge Gastgeber unserer Schule, als nach dem Ende der 6. Stunde die französischen Austauschschüler immer noch nicht da waren. Die Fahrt von Montpellier nach Langerwehe sollte in diesem Jahr etwas länger als gewöhnlich dauern: Statt der üblichen 14 Stunden brauchten die Südfranzosen für die 1100 Kilometer dieses Mal knappe 17 Stunden, bevor sich die jeweiligen Austauschpartner, die sich schon beim Besuch in Frankreich zwei Monate vorher kennen gelernt hatten, wiedersahen. Trotz des langen Wartens auf der einen und der Reisestrapazen auf der anderen Seite war die Freude groß, als der französische Bus endlich vor der Schule zum Halten kam.

Nachdem die Franzosen den Deutschen im Februar viele schöne und interessante Highlights ihrer Region gezeigt hatten, war es nun an den Langerwehern, sich mit einem vielfältigen Programm zu revanchieren.
In Aachen stand u.a. eine Domführung, in Kommern passen-
derweise eine Ausstellung mit dem Titel „Wir Rheinländer“ über die französische Besatzungszeit unter Napoleon und in Bonn ein Besuch des Hauses der Geschichte und des Museum Königs für die jüngeren Schülerinnen und Schüler auf dem Plan.

Doch neben den offiziellen Aktivitäten und Sehenswürdigkeiten waren für die französischen Gästen auch noch andere Dinge interessant: z.B. das Leben in einer deutschen Gastfamilie und der Besuch einer deutschen Schule.

Das abschließende Wochenende verbrachten die Schüler ausschließlich mit den Familien, bevor es am frühen Sonntagabend die Rückfahrt angetreten wurde, aber nicht ohne sich vorher für das nächste Jahr verabredet zu haben: Denn dann jährt sich der deutsch-französische Austausch unserer Schule
mit dem Collège Pic Saint-Loup zum zehnten Mal.