Ein Hoch auf die Deutsch-Französischen Beziehungen
Besuch der französischen Austauschschüler in Langerwehe

Eindeutig Cologne !
Als die Französischlehrer/innen unserer Schule zu Beginn des Schuljahres das Programm für den diesjährigen Frankreichaus-
tausch planten, machten sie sich bezüglich des Wetters keine großen Illusionen. Früh genug ermahnte man die französischen Kollegen und Schüler daran, unbedingt warme Kleidung, Regensachen, feste Schuhe und ähnliches Equipment mitzubringen, denn schließlich hatten sich in diesem Schuljahr die 52 Schülerinnen und Schüler und ihre 3 Lehrer aus Saint Clément im Süden Frankreichreichs im Monat März angekündigt. Und da ist es selbstverständlich, dass man den sonnenverwöhnten Gästen empfiehlt, sich entsprechend für
die Reise in den Norden zu wappnen.

Doch es kam anders. Nach Tagen des Dauerregens und Grau-in-Graus kam mit Ankunft der Franzosen auch die Sonne. „Hoch Kathrin“ bescherte sowohl Gästen als auch Gastgebern allein durch das Wetter wunderschöne Tage. Ergänzt wurden diese fantastischen Rahmenbedingungen durch ein Programm, das sowohl die Gäste als auch die Langerweher Gastgeber in und außerhalb der Schule zur Aktivität anleitete.

Es fing an mit einem Kunstworkshop in den Räumen von Haus 5, der zum Dokumentationszentrum und Kulturzentrum umgewidmeten früheren Forensik auf dem Gelände der LVR-Klinik in Düren. Hier konnten sich die französischen Schüler unter Anleitung der künst-
lerischen Leiterin Anita Derbe kreativ mit der eindrucksvollen Geschichte des Hauses und einem Kunstwerk von Klaus Dauven, der
selbst in seiner Funktion als Französischlehrer an der Europaschule Langerwehe am Austausch beteiligt war, auseinandersetzen. Es entstanden bemerkenswerte künstlerische Ergebnisse, bevor der Besuch dann mit einem kulinarischen „Amuse-Gueule“ abgeschlossen wurde. Der anschließende Spaziergang um die Burg Nideggen rundete den Tag erfolgreich ab.

In Köln stand dann am nächsten Tag nicht das Schokoladen-, sondern das Sportmuseum auf dem Programm, wo man diverse Sportarten wie den Weitsprung aus dem Stand und das Kicken auf dem Dach des Museums mit traumhaftem Blick auf die Kölner Skyline auspro-
bieren konnte. Einen ähnlichen Blick hatte man dann am Ende des Kölntages von der Aussichtsplattform des KölnTriangle-Turms, der
alle gleichermaßen begeisterte.

Am Tag der Abreise lernten die Franzosen das ihnen fremde Schulsystem der Gastgeber kennen und machten sich dann, bei weiterhin frühlingshaften Temperaturen, auf, das Terrain rund um Langerwehe auf einem Spaziergang zur Laufenburg zu erkunden.

Eine sprachliche Herausforderung ist immer der Aufenthalt in den Familien, vor allem das Wochenende, das die Gastfamilien mit ihren Gästen selbst gestalten, wobei in diesem Jahr sicherlich das Wetter das Planen der Freizeitgestaltungen für alle erleichtert hat.

Nach rundum harmonischen und schönen Tagen ließ man die Gäste nur ungern wieder in den Bus steigen. Allerdings freuen sich die Langerwehe schon jetzt auf den Gegenbesuch in Südfrankreich im Mai. Und mittlerweile sind alle Beteiligten sicher, dass auch die nächste deutsch-französische Begegnung unter „Hochdruckeinfluss“ stattfinden wird.