Besuch im stationären Hospiz am St.Augustinus Krankenhaus
in Düren – Lendersdorf

Die Schüler/innen des Religionskurses der Q1 besuchten mit ihrer Lehrerin Annelinde Oswald das stationäre Hospiz am St. Antonius Krankenhaus in Düren – Lendersdorf. Frau Müller, Sozialpädagogin im Team der Einrichtung, empfing die Gruppe mit großer Herzlich-
keit und beantwortete geduldig und aus ihrem reichen Erfahrungsschatz heraus die Fragen der Schüler/innen zu Zielen, Arbeitsalltag, Finanzierung der stationären Einrichtung, aber auch zum Umgang mit dem Sterben.

Zunächst erläutere Frau Müller den Begriff „Hospiz“, der aus dem Lateinischen kommt und „Gastfreundschaft, Herberge" bedeutet
und heute für die Begleitung schwerstkranker Menschen in ihrer letzten Lebensphase gebraucht wird.

Das Hospiz in Düren nimmt Schwerstkranke ab 18 Jahren auf, Voraussetzung für die Aufnahme ist u.a. eine begrenzte Lebenserwar-
tung von Wochen oder wenigen Monaten.13 Gäste ( so werden die Bewohner im Hospiz genannt) werden dort von einem Mitarbeiter-
team aus verschiedenen Berufen betreut (z. B. Pflegekräfte und Sozialarbeiter mit Palliative Care Weiterbildung, Hauswirtschafterin, Verwaltungsassistentin, Seelsorger.
Ziel der Einrichtung ist es u.a. , den Gästen – solange es möglich ist – ein selbstbestimmtes Leben in Würde zu ermöglichen, Sterben ohne Schmerzen und Angst zu ermöglichen, in Gesprächen, durch Beistand z.B. Bei großen Angst-
zuständen und Schmerzen können auch medikamentöse Hilfen gegeben werden. Auch gibt es Gesprächsangebote für Angehörige, die ein wichtiger Teil der Begleitung sein können.

So haben alle Gäste ein Einzelzimmer mit eigenem Bad, das sie mit persönlichen Dingen individuell gestalten können. Über die pallia-
tive Pflege hinaus werden viele verschiedene Angebote zu verschiedenen Aktivitäten gemacht: Stilleraum, Klang-,Licht-, Aroma-
therapie, gemeinsames Abendessen mit Angehörigen und Pflegeteam, gemeinsames Basteln.
Frau Müller sprach auch von der Trauer über den Tod eines Gastes, die etwa in verschiedenen Ritualen des Abschiedsnehmens oder in einer jährlichen Erinnerungsfeier an die Verstorbenen aufgegriffen wird.

Angesichts des sensiblen Themas des Sterbens in unserer Gesellschaft erfuhren die Schüler/innen aus den Ausführungen von Frau Müller, dass auch die letzte Lebensphase aus einer lebensbejahenden Perspektive heraus gestaltet werden kann und dass, wenn Schmerzen und Angst gelindert werden können, die Hoffnung eine sehr starke Kraft im Menschen ist.