Immer wieder Paris oder: Tour de Tortur


Vor dem Musée d'Orsay

Abfahrt um Mitternacht, sechs Stunden lang Busfahrt mit regel-
mäßigen Pausen mitten in der Nacht auf verlassenen, Neon-beleuchteten Raststätten, Ankunft am Reiseziel am frühen Mor-
gen in Dunkelheit und Kälte, Rückfahrt zwölf Stunden später nach stundenlangem Pflastertreten.

Erstaunlich, dass diese Tortur zu einer der beliebtesten Fahrten der Europaschule Langerwehe gehört. Denn die 24-Stunden-Paris-Fahrt kurz vor den Halbjahreszeugnissen, die die Französisch-
lehrerInnen Janina Herrmans, Klaus Dauven und Susanne Nehls-Bhayani auch in diesem Schuljahr wieder organisierten, wird so sehr von den Schülern angefragt, dass die 55 Busplätze durchaus mehrfach hätten besetzt werden können.

Um so glücklicher schätzte sich die Schüler der Jahrgänge 10 bis 13, die einen der heiß begehrten Plätze ergattert hatten und sich am 29. Januar auf den Weg in die Stadt an der Seine machten.

Alle Strapazen waren vergessen, als man endlich leibhaftigvor den Sehenswürdigkeiten stand, die viele bis dato nur aus ihren Fran-
zösischbüchern kannten: Der Eiffelturm, der Louvre, die Kathe-
drale Notre Dame de Paris, das Pantheon und viele andere Monu-
mente begeisterten die Langerwehe Gruppe.

Ein besonderer Höhepunkt der diesjährigen Fahrt war der Besuch im Musée d'Orsay, wo die eigenen Eindrücke der Stadt mit denen der Impressionisten verglichen und zusätzlich einige Highlights
der Kunstgeschichte wie das „Déjeunersurl’herbe“ von Edouard Manet oder „L‘origine du monde“ von Gustave Courbet bewund-
ert werden konnten. Mit dem grandiosen Ausblick vom Triumph-
bogen konnten sich dann gegen Abend alle von Paris verabschieden.

24 Stunden nach der Abfahrt kamen dann völlig ermattete Schüler wieder vor der Europaschule an. Doch bereits beim Aussteigen schmiedete der ein oder andere Pläne für die nächste Paris-Fahrt, sei es privat oder im nächsten Schuljahr wieder mit dem 24-Stunden-Express.

Im Musée d'Orsay
In Notre Dame
Blick vom l'Arc de Triomphe