USA-Schüleraustausch 2016 nach Ogden, Utah


Die gesamte USA-Gruppe im Capitol Building
Insgesamt drei Wochen verbrachten 14 Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge 9-12 der Europaschule Langerwehe in Odgen. Die Stadt Ogden ist mit 82.000 Einwohnern die siebtgrößte Stadt in Utah und befindet sich ca. 60 km nördlich von Salt Lake City auf einer Höhe zwischen 1300 Meter bis 1600 Meter über dem Meeresspiegel.

Der Einfluss der Mormonen ist in Ogden, wie in ganz Utah allgegenwärtig. Mormonen sind Christen, welche auch an die Bibel glauben, jedoch noch ein Buch mehr, nämlich das Buch „Mormon“ haben. Viele unserer Austauschschüler lebten während der drei Wochen in mormonischen Familien, welche im Allgemeinen sehr kinderreich sind, so dass unsere deutschen Austauschschüler reichlich Gelegenheit hatten, mit vielen Jugendlichen ihres Alters in Kontakt zu kommen. Außerdem lernten die Schüler während ihres Aufenthaltes die Besonderheiten ihrer mormonischen Gastgeber kennen, wie der Besuch mehrstündiger Gottesdienste. Neben der kirchlichen Andacht mit Lesungen aus der Bibel, Singen und Beten, finden in separaten Räumen außerdem Gesprächskreise zu verschiedenen religiösen Themen statt. Sehr engagierte Mormonen gehen nach ihrer Schulausbildung außerdem 2 Jahre auf Mission, um den Menschen in der ganzen Welt ihren Glauben nahe zu bringen. Auch in Deutschland sind sie auf Mission und man erkennt die stets gut gekleideten Männer und Frauen
an ihren schwarzen Namensschildern und der Aufschrift „The Church of Jesus Christ of Latter-day Saints“. Gläubige Mormonen verzich-
ten auf Alkohol, Tabak, Kaffee, Tee und künstliche Farbstoffe. Auch Glücksspiele wie Lotto sind in Utah verboten. Diese und viele andere Besonderheiten lernen die Austauschschüler während ihres 3-wöchigen Aufenthaltes in Utah kennen.

Sie besuchten in den ersten beiden Wochen mit den Gastgeschwistern ihrer Gastfamilien zusammen die Bonneville High School, die Fremont High School sowie die T.H. Bell Junior High School und nahmen dort am Unterricht teil. Dort konnten sie das amerikanische Schulsystem hautnah miterleben und trafen auf viele interessierte Schüler und engagierte Lehrer, welche den Schulbesuch zu einer interessanten internationalen Begegnung werden ließen. Die deutschen Schüler konnten in der Schule Gemeinsamkeiten, aber auch viele Unterschiede zwischen deutschen und amerikanischen Schulen feststellen.

Das Welcome Center
Die Freemont High School

Bei gemeinsamen Ausflügen wurde in der dritten Woche noch einmal die nähere Umgebung besichtigt. Wir erkundeten das Hill Air Space Museum, das Living Planet Aquarium in Draper und das Freilichtmuseum „This is the Place“, in dem nachgebaute amerikanische Häuser vergangener Jahrhunderte mit typischen Einrichtungsgegenständen besichtigt werden konnten.

Bei unseren Tagesausflügen nach Salt Lake City machen wir eine Führung zum Govenor’s Mansion, eine Führung durch das Capitol
Building, sowie einen Besuch des Tempelplatzes, auf dem die Welt-Hauptkirche der Mormonen steht. Leider war uns der Zutritt dieser Kirche als Nicht-Mormonen untersagt, aber ein im Besucherzentrum aufgestelltes Modell gab uns eine gute Vorstellung über die verschie-
denen Räume. Eine Mormonin aus Deutschland, welche sich gerade auf ihrer Mission in den USA befand, beantwortete die interessierten Fragen der Schülerinnen und Schüler, welche so die Lebensweise und Glaubensvorstellungen ihrer größtenteils mormonischen Gastfami-
lien so besser nachvollziehen konnten.

Die Schülerinnen und Schüler hatten drei Wochen die Gelegenheit, den „American Way of Life“ hautnah kennenzulernen. Dabei durften natürlich auch die Shopping Malls und das Fast Food nicht fehlen.

Den kleinen Kulturschock konnten die Schülerinnen und Schüler aufgrund der herzlichen Aufnahme in ihren Gastfamilien sehr gut meistern. Am Ende des Schüleraustausches hatten viele von uns neue Freunde gefunden und viele wären gerne noch länger geblieben. Nach einem sentimentalen Abschied war für viele klar: „Utah, we will be back!“

Jörg Mennecke