„Young meets classic“, ein generationenübergreifendes Projekt

"young-meets-classic"
Unter dem Motto der AOK „Gemeinsam aktiv und gesund“ startete unsere Schule das generationenübergreifende Projekt „Young
meets classic“.
Im Frühjahr nahm Herr Follmer, Gesundheitsbeauftragter unserer Schule, Kontakt mit dem Seniorenheim in Langer-
wehe auf. Gemeinsam mit der Leiterin des Seniorenzentrums Wehebachtal Frau Titel wurden zunächst drei verschiedene Aktivitäten geplant, bei denen es jeweils zu Begegnungen zwischen Schülerinnen, Schülern, Bewohnern des Seniorenzentrums, Altenpflegerinnen und LehrerInnen kommen sollte.

Demzufolge besuchten schließlich am 8.5.2017 zwei Schülerinnen und ein Schüler des 6. Jahrgangs gemeinsam mit der Deutschleh
rerin Frau Lisa Braus und Herrn Follmer, das Seniorenheim. Die drei Jugendlichen sind die Gewinner eines schulinternen Vorlese-
wettbewerbs. Acht Bewohnerinnen des Altenheims lauschten aufmerksam den Auszügen aus Büchern, die Viktoria Miller (6b), Helen Aman (6c) und Benjamin Engisch (6c) ausgewählt hatten.

Vorgelesen wurde von Benjamin aus Wolfram Eickes Werk „Wie viele Farben hat die Sehnsucht“. In dem Kapitel „Der kleine Tag“ wurde aus einer ungewöhnlichen Perspektive die Besonderheit eines jeden Tages beleuchtet. Mit dem Titel „Skulduggery Pleasant“
von Derek Landy konnte Viktoria die Zuhörerinnen in eine fantastische und scienefiction-reiche Welt eintauchen lassen. Aber auch die Geschichte „Helden wie Opa“ (Nina Weger), gelesen von Helen, bot den Bewohnerinnen die Möglichkeit, ihre eigene Rolle aus einer wertschätzenden Perspektive zu reflektieren.

Im Rahmen der 2. Aktion kamen am 31.5.2017 erstmals drei Senioren, begleitet von zwei Altenpflegerinnen, in die Sporthalle der Europaschule Langerwehe. Sie nahmen zusammen mit zahlreichen Eltern, Schülerinnen sowie Schülern am ersten Sportabend „Fit`n School Night“ der Gesamtschule teil.

Ca. 55 Sporttalente der Europaschule hatten sich auf diesen Abend vorbereitet und präsentierten ihr sportliches Können. Gezeigt wurden u.a. eine Breakdance-Einlage vom Sportleistungskursschüler Tim Braun, mehrere Gardetanz-Aufführungen, ein Hip-Hop-Tanz von der Tanzgruppe „Break Free“, imposante Sprungkombinationen von Schülerinnen und Schülern aus dem 9. Jahrgang auf dem Großtrampolin sowie eine Demonstration verschiedener Tischtennis-Schlagarten von dem Abiturienten Luca Winandi und seinem Sportlehrer.

Beim dritten gemeinsamen Event ging es dann darum, dass Schülerinnen und Schüler der Gesamtschule unter der Anleitung der beiden Hauswirtschaftlslehrerinnen Frau Schneider und Frau Felske gemeinsam mit Senioren in der schuleigenen Küche der Schule kochen sollten. Die beiden Lehrerinnen trafen sich Anfang Mai mit Frau Titel, um die Rahmenbedingungen abzusprechen.

Es wurde vereinbart, dass die Senioren typische Rezepte ihrer Generation überlegten, die dann gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern des 6. und 7. Jahrgangs zubereitet werden sollten.

Am Mittwoch, dem 28. Juni, war es dann soweit: Drei Senioren – zwei von ihnen saßen im Rollstuhl – kamen in die Schule, um gemeinsam zu kochen.

Folgendes Menu wurde zubereitet:

• Kraftbrühe mit Gemüse

• Bratkartoffeln aus rohen Kartoffeln

• Schokoladenpudding garniert mit frischen Früchten

Die Schülerinnen und Schüler und die Gäste waren gleichermaßen gespannt aufeinander. Die Senioren stellten sich vor und baten beim Vornamen genannt zu werden, was die Atmosphäre sehr auflockerte. Heinz war früher auch im Lehrberuf tätig, Paula hatte als Hauswirtschaftlerin mit Jugendlichen gearbeitet und Resi war gelernte Krankenschwester.

Nach einer kurzen Rezeptbesprechung wurde das Menu in drei Küchengruppen zubereitet. Die Schüler ließen sich dabei gerne von den Senioren Tipps geben. Diese beobachteten die Schüler bei der Arbeit und waren sehr erfreut über die gute Zusammenarbeit der Schüler untereinander. Die beiden Hauswirtschaftslehrerinnen agierten mehr im Hintergrund. Nach den Kochvorbereitungen war das Menu nach ca. 30 Minuten fertig und man aß und unterhielt sich gemeinsam an den Gruppentischen. Allen schmeckte es sehr gut.

Alle Beteiligten erlebten zwei freudvolle Stunden und waren der Ansicht so etwas müsse man unbedingt wiederholen.

Für die engagierte Teilnahme unserer Schule erhielten die Teilnehmer von der AOK eine Urkunde als Sonderpreis.